Besuch des Fördervereins
der neuen Orgeln im Hohen Dom St. Martin zu Mainz:
Prof. Daniel Beckmann begrüßte uns am Liebfrauenportal und wir nahmen unter der Kanzel im Mittelschiff des Langhauses gemeinsam Platz um über die Baugeschichte des Doms, seiner besonderen Architektur mit Ost- und Westchor (in der Abendsonne) und zwei Querhäusern, dem romanischem Hauptschiff und den gotischen Nebenschiffen, somit viel umbauten Raum und einer besonderen Akkustik mit bis zu 16 Sekunden Nachhall zu erfahren und die Geschichte der Orgeln, die in diesem Dom über die Jahrhunderte eingebaut wurden. Nachdem deren Zustand zunehmend litt, entschied man sich zum Orgelkonzept der Zukunft:
Die neue Marienorgel mit 3508 Pfeifen wurde von Orgelbau Goll aus Luzern/Schweiz über dem Marktportal hängend eingebaut und somit mitten im Dom nahe der Gemeinde.
Im 2. Bauabschnitt
baute Orgelbau Rieger aus Schwarzach/Österreich im Ostchor die neue Hauptorgel, von der man nur wenige Pfeifen der 7.500 Pfeifen sehen kann.
Im 3. Bauabschnitt werden die beiden Orgelbaufirmen gemeinsam die Klais-Orgel im Westchor renovieren und ergänzen. Alle Orgeln können dann durch elektronische Steuerung synchron erklingen und werden mit 206 Registern zu den weltgrößten Orgeln zählen.
Einen imposanten Klangeindruck vermittelte uns das Prélude es-moll op.5 von Maurice Duruflé. Anschließend konnten wir am Spieltisch alle Fragen stellen, die aufkamen. Wir dankten Prof. Daniel Beckmann für seine Ausführungen und sein Spiel. Ein Besuch des Weinhauses Hof Ehrenfels rundete den gelungenen Ausflug nach Mainz ab.